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Sonntag, 13. Mai 2007

Ex-RAF-Mitglied Folkerts bestreitet Teilnahme an Buback-Attentat

Berlin (Reuters) - Ex-RAF-Mitglied Knut Folkerts hat in seiner ersten öffentlichen Aussage eine Beteiligung am Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback bestritten.
Er sei nicht an der Vorbereitung und Ausführung des Attentats auf Buback beteiligt gewesen, sagte er dem "Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag. Folkerts war wegen Beteiligung an dem Mord von 1977 zu lebenslanger Haft verurteilt worden und kam 1995 auf Bewährung frei. Er habe kein Interesse an einer Wiederaufnahme seines Verfahrens. Folkerts Rolle bei dem Anschlag war durch neue Aussagen von früheren RAF-Mitgliedern im Zusammenhang mit dem später abgelehnten Gnadengesuch von Christian Klar in Frage gestellt worden.
Folkerts bestätigte die Darstellung des ehemaligen RAF-Mitglieds Silke Maier-Witt, wonach er am Tag des Anschlags morgens eine Bank auskundschaftete und Maier-Witt später in den Niederlanden abholte und nach Amsterdam brachte. Er widersprach der Aussage der Bundesanwaltschaft, er habe durchaus am Morgen am Attentat in Karlsruhe teilnehmen und abends in Amsterdam sein können. Folkerts sagte, für im Untergrund lebende RAF-Mitglieder sei diese Strecke so schnell nicht machbar gewesen. Den neuen Aussagen von RAF-Mitgliedern zufolge könnte Stefan Wisniewski die Schüsse auf Buback abgegeben haben. Sie wurden vom Sozius auf einem Motorrad abgefeuert, das angeblich das damlige RAF-Mitglied Günter Sonnenberg steuerte.
"ICH SEHE MICH VERANTWORTLICH FÜR DIE TATEN DER RAF"
Seine Verurteilung wegen des Buback-Attentats bezeichnete Folkerts als juristische Farce mit dem politischen Ziel, für das Verbrechen Täter zu finden. Er räumte ein, von den Planungen für die Tat gewusst und sie damals - anders als heute - auch richtig gefunden zu haben. Er sei an einer Wiederaufnahme seines Verfahrens nicht interessiert, da die diversen Fehlurteile zeigten, dass die Justiz zur Aufklärung der Geschichte der "Rote Armee Fraktion" nichts beitragen könne. Generalbundesanwältin Monika Harms hatte nach den neuen Informationen das damalige Verhaltend er Justiz verteidigt. Folkerts sei nicht ausdrücklich als Schütze bezeichnet worden, und die neuen Aussagen sprächen nicht gegen seine Mittäterschaft beim Mord an Buback.Der heute 55-jährige Folkerts übernahm Verantwortung für das Handeln der RAF. "Ich sah und sehe mich für alles, was die RAF in der Zeit tat, ... politisch und moralisch verantwortlich." Die RAF-Taten vor allem im "Deutschen Herbst" waren durch die vorzeitige Haftentlassung von Ex-Mitglied Brigitte Mohnhaupt und das Gnadengesuch Klars wieder in die öffentliche Diskussion gekommen. Bundespräsident Horst Köhler hatte Anfang Mai Klars Antrag abgelehnt, für den sich unter anderen auch Michael Buback, der Sohn des 1977 erschossenen Generalbundesanwalts eingesetzt hatte.

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Samstag, 12. Mai 2007

170 Menschen in Fulda an Salmonellen erkrankt

Salmonellen-Alarm im Klinikum Fulda: Mehrere Menschen sind gestorben. In einem Altenheim hat sich zudem auch der Noro-Virus verbreitet.In Fulda sind 170 Menschen an Salmonellen erkrankt, zwei von ihnen starben. Ein Patient kämpfe um sein Leben, sagte der medizinische Direktor des Klinikums Fulda, Achim Hellinger, am Freitag.
Infiziert hätten sich Patienten des Krankenhauses sowie Bewohner des Heilig-Geist-Seniorenzentrums der Stadt. In dem Altenheim hat sich zudem auch der Noro-Virus verbreitet. Zehn Heimbewohner leiden an beiden Infektionen.
Eine 59-jährige und eine 73-jährige Patientin seien in den vergangenen Tagen im Klinikum gestorben, die Salmonellen seien aber nicht die primäre Todesursache gewesen, sagte Hellinger.
Noch immer sei die Ursache für die Erkrankungswelle ungeklärt. In der Krankenhausküche, die auch das Seniorenheim beliefert, seien keine Salmonellen nachgewiesen worden.

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Freitag, 11. Mai 2007

Leiche lag jahrelang unentdeckt im Bett

Die Leiche des 59-Jährigen wurde am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr entdeckt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Vermisst habe den Mann niemand, es habe keine Vermisstenmeldung vorgelegen. Die Beamten hatten zusammen mit einem Schlüsseldienst die Wohnung geöffnet, weil es eine Zwangsvollstreckung gegen den Besitzer des Hauses geben sollte. Nach den ersten Ermittlungen starb der 59-Jährige eines natürlichen Todes. Auch Hinweise auf einen Selbstmord gebe es nicht, erklärten die Ermittler. Die genaue Todesursache könne aber nicht mehr nachgewiesen werden. Vermutliches Sterbedatum des gebürtigen Gladbachers ist laut Polizei der 30. November 2000: An diesem Tag hatte er zuletzt einen Brief vom Sozialamt erhalten, der geöffnet in der Wohnung lag. Auf dem Tisch neben dem Bett fanden die Beamten Zigaretten, Kleingeld in D-Mark und eine aufgeschlagene Fernsehzeitung. Die kleine Wohnung befindet sich im Dachgeschoss eines Büro- und Wohnhauses. Mehrere Wohnungen und Büroräume standen bereits seit längerer Zeit leer.

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Donnerstag, 10. Mai 2007

Dicke Menschen leben länger?!

Eine internationale Studie hat gerade herausgefunden, dass die Deutschen das dickste Volk Europas sind. Zwei Drittel aller Erwachsenen sind fettleibig.
Das war keine internationale Studie, das waren zwei Blätter einer Organisation, die nach Angaben des British Medical Journal von der Pharmaindustrie, den Herstellern von Appetitzüglern, gesponsert wird. Die Zahlen sind wertlos, sie stammen aus den unterschiedlichsten Quellen, sie sind nicht altersstandardisiert und wurden mit unterschiedlichen Methoden erhoben. Die „Studie“ hat nicht einmal Autoren. Aber die Schlagzeilen waren aufsehenerregend.Verbraucherschutzminister Horst Seehofer nimmt sie ernst. Er will am Mittwoch einen „Aktionsplan“ zur Fettleibigkeit vorlegen. Was erwartet uns da?Vermutlich ein Neuaufguss von viel Bewegung, Obst und Gemüse und wenig Fett. Dabei sind die letzten 50 Jahre alle Versuche gescheitert, Menschen durch Kaloriensparen und Sport dauerhaft zu verschlanken. Im Gegenteil: Die Opfer sind meist dicker und kränker geworden.

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Mittwoch, 9. Mai 2007

Gericht entscheidet über Rudi-Dutschke-Straße

Die Berliner Kochstraße darf nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtes in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt werden. Die Namensänderung eines Teils der Straße im Bezirk Kreuzberg sei nicht willkürlich und verletze keine Grundrechte der Anlieger, entschieden die Richter am Mittwoch. Axel Springer will Berufung einlegenDie Klägergemeinschaft, zu der auch das Verlagshaus Axel Springer gehört, hielt die Benennung nach dem früheren Studentenführer Rudi Dutschke für rechtswidrig. Sie will jetzt Berufung gegen das Urteil einlegen.

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Prozess gegen Media-Markt

Verbraucherschützer sind wegen des Vorwurfs irreführender Werbung gegen den Media-Markt vor Gericht gezogen. Sonderangebote seien nicht vorrätig gewesen.Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) verklagte die Media-Saturn-Holding GmbH und die Media-Markt Systemzentrale GmbH vor dem Landgericht Ingolstadt auf Unterlassung. Der Media-Markt habe bei der Kampagne „Die beste Elf des Jahres“ den DVD-Player „slimline“ zum Preis von 19 Euro angepriesen, der am 2. Januar 2006 in allen Media-Märkten erhältlich sein sollte. Jedoch sei das Gerät in einigen Geschäften bereits unmittelbar nach Geschäftseröffnung nicht mehr vorrätig gewesen.Der VZBV wertete die Werbeaktion als unlauter, weil der angepriesene DVD-Player nicht in ausreichender Menge vorhanden gewesen sei, um die erwartete Nachfrage zu befriedigen. Media-Markt solle deshalb verboten werden für Produkte zu werben, die an dem angekündigten Datum nicht mehr vorrätig seien. Das Unternehmen streitet die Behauptung ab. Alle Media-Märkte hätten ausreichend Vorräte gehabt, und wenn diese ausgegangen waren, seien Bestellungen entgegengenommen und die Geräte nachträglich ausgeliefert worden.Durch eine Reihe von Zeugen soll nun geklärt werden, ob die Behauptung der Verbraucherschützer zutrifft.

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Razzien in der linksautonomen Szene

In einer groß angelegten Razzia hat die Bundesanwaltschaft mindestens 40 Objekte der linksautonomen Szene durchsuchen lassen. Die Ermittlungen der Behörde konzentrieren sich auf zwei Gruppen von G8-Gegnern. "Wir ermitteln gegen 21 namentlich bekannte und weitere unbekannte Personen", sagte eine Sprecherin. Es bestehe der Anfangsverdacht gegen Personen aus dem militanten linksextremistischen Umfeld, eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben. Ziel der Gruppierung sei es, den G8-Gipfel vom 6. bis 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm zu verhindern oder zu stören.Die Polizeiaktion richtete sich auch gegen die so genannte Militante Gruppe (mg), die sich bundesweit zu 25 Brandanschlägen bekannt hat. Laut Bundesanwaltschaft werden der mutmaßlichen terroristischen Vereinigung neun Brandanschläge zugerechnet, die von Juli 2005 bis Anfang März 2007 im Großraum Hamburg sowie im Raum Berlin verübt wurden. Der mg werden unter anderem Brandanschläge auf das Berliner Polizeipräsidium und die Büroräume einer ausländischen Handelskammer zugeschrieben.

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Jugendliche schlagen häufiger zu

Im vergangenen Jahr seien mehr Gewaltdelikte von 14- bis 21-Jährigen registriert worden als 2005, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der neuen Kriminalitätsstatistik. Während die Kriminalität insgesamt zurückging, gebe es im Bereich der einfachen Körperverletzungen bei Jugendlichen einen Zuwachs von 2,7 Prozent, bei Heranwachsenden sogar ein Plus von 4,6 Prozent.Die Aufklärungsquote aller Straftaten übertraf mit 55,4 Prozent nochmals die Bestmarke des Vorjahres. Insgesamt wurden 6 304 223 Straftaten erfasst, 1,4 Prozent weniger als 2005. Die Zahl der Tatverdächtigen sank um 1,3 Prozent auf 2 283 127. Schäuble bewertete die Entwicklung insgesamt positiv: „Wir haben mit der Kriminalstatistik wieder den Beweis dafür, dass Deutschland zu den sichersten Ländern der Welt gehört.“Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte ging um 4,6 Prozent auf rund 2,6 Millionen Fälle zurück. Überdurchschnittlich gesunken sind erneut Autodiebstähle um 16 Prozent auf 42 320. Das ist nur noch ein Fünftel der Fälle von 1993. Mit 106 107 Fällen hat sich die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 1993 halbiert. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) führt diese Rückgänge vor allem auf bessere technische Sicherheitsvorkehrungen zurück.

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Dienstag, 8. Mai 2007

Ehemalige innerdeutsche Grenze Vom Todesstreifen zum Lebensraum

Der einstige innerdeutsche Grenzstreifen soll in Zukunft zu Naturschutz- und Tourismuszwecken genutzt werden. Der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf und sein thüringischer Kollege Volker Sklenar haben dazu in Probstzella bei Saalfeld das Projekt "Erlebnis Grünes Band" gestartet. Unter diesem Namen soll entlang des 1393 Kilometer langen Streifens der längste Biotopverbund Deutschlands entstehen. Die ehemalige Grenze sei ein erwanderbares Zeitzeugnis des Eisernen Vorhangs und zugleich unberührtes Refugium für seltene Tiere und Pflanzen, so Schnappauf. Im Rahmen des "Grünen Bands" könnten künftig Radtouren, Geschichtswerkstätten und Erlebniswochen für Kinder und Jugendliche veranstaltet werden. Zugleich biete das Projekt die Möglichkeit, innovative Methoden der Landschaftspflege zu erproben.Modellregionen für das Vorhaben sind die Naturparke Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, der Harz sowie die Region Elbe-Altmark-Wendland. Thüringens Umweltminister Sklenar betonte, dass der Naturschutz vor allem in der Zuständigkeit der Länder liege. Daher sei es unabdingbar, die entsprechenden Flächen des einstigen Grenzstreifens an sie zu übertragen. "Darin bin ich mir völlig einig mit meinen Kollegen in den anderen betroffenen Ländern von Mecklenburg-Vorpommern bis Sachsen, aber auch mit unseren Nachbarn in Bayern, Hessen oder Niedersachsen", so Sklenar.

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Montag, 7. Mai 2007

Berlin-Mutter tötete wahrscheinlich eigenes Kind

Berlin - Zwei Tage nach dem Tod der achtjährigen Amani ist deren Mutter von der Polizei am Montag festgenommen und verhört worden. Die 32-Jährige soll ihre Tochter, die am Samstag tot in einem Park in Berlin-Wilmersdorf gefunden wurde, umgebracht haben. Die Obduktion der Leiche ergab nach Angaben der Polizei, dass das Mädchen offenbar durch "Gewalt gegen den Hals" ums Leben kam. Medienberichte, denen zufolge dem Kind die Kehle durchgeschnitten wurde, wollten die Beamten nicht kommentieren. Einzelheiten sollten noch am Montag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt werden. Der getrennt von der Familie lebende Vater hatte seine Tochter identifiziert. Am Sonntagnachmittag nahm die Polizei zur Mutter Kontakt auf.
Das achtjährige Mädchen war am Samstag gegen 10.30 Uhr von Zeugen tot auf einer Parkbank entdeckt worden. Die Ermittlungen ergaben, dass die Tat vermutlich wenige Minuten davor begangen wurde. In dem Park in der Nähe der Wohnung hatte Amani oft mit anderen Kindern gespielt. Grünanlage sehr beliebt Die Grünanlage ist beliebt bei Spaziergängern und vor allem am Wochenende gut besucht. Der Park war am Sonntag von der Polizei unter anderem mit Spürhunden nach Hinweisen durchsucht worden. In den vergangenen Wochen sorgten mehrere Fälle mit toten oder verwahrlosten Kindern in Berlin für Aufsehen. Mitte April war eine 14-Jährige in Neukölln in einen Koffer gesperrt und darin bei lebendigem Leib verbrannt worden. Vor einer Woche starb ein Säugling, der vermutlich zu Hause schwer misshandelt worden war.
Ende April war bekannt geworden, dass vier Kinder sich ein Jahr lang allein versorgt haben, da die allein erziehende Mutter zu ihrem Freund gezogen war. Die Kinder wurden aus der verwahrlosten Wohnung geholt. Kurz darauf nahmen die Behörden vier weitere Kinder in ihre Obhut. Die Mutter lebte in einer vermüllten Dreizimmer-Wohnung in Berlin-Reinickendorf.

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Sonntag, 6. Mai 2007

Sportflugzeug abgestuerzt - drei Tote Flensburger Foerde

Ein Sportflugzeug ist in die Flensburger Förde bei Glücksburg gestürzt. Mindestens drei Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Ein weiterer Insasse wird noch vermisst. Flensburg - Die Leichen wurden von Helfern aus dem Wasser geborgen, sagte ein Feuerwehr-Sprecher in Flensburg. Nach dem vierten Insassen werde weiter gesucht. Die Ursache des Unglücks, das sich gegen 10:30 Uhr bei einem Rundflug ereignete, war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, sie hätten eine Explosion und eine Wasserfontäne gesehen. Ein Rettungshubschrauber und ein Rettungskreuzer suchten im Unglücksgebiet nach den Insassen des Flugzeuges. Nach Angaben eines Polizeisprechers fanden sie Trümmerteile der abgestürzten Maschine. Das Flugzeug war am Morgen vom Flugplatz Flensburg-Weiche aus zu einem Rundflug gestartet. An Bord sollen sich vier Menschen befunden haben, der Pilot und drei Passagiere.

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Samstag, 5. Mai 2007

Bauern befürchten Ernteausfälle wegen Dürre

Wegen der seit Anfang April anhaltenden Trockenheit fürchten die deutschen Landwirte um ihre Ernte – und die Verbraucher können sich schon mal auf höhere Preise, zum Beispiel für Brot, einstellen. Der Ernteausfall könnte sich bundesweit auf ein Drittel belaufen“, befürchtet Agnes Scharl, Sprecherin vom Deutschen Bauernverband (DBV). „Getreide, Mais, Raps und Rüben, aber auch Obst und Gemüse sowie unsere Wiesen und Weiden sind betroffen.“ Auch Oberitalien, Frankreich, Polen und die Ukraine melden Dürreschäden. Daher sei mit einem konstanten Anstieg der Getreidepreise zu rechnen, so Scharl.
Schon jetzt hat Roggen im Preis erheblich zugelegt – von 106 Euro pro Tonne in der Vorjahreswoche auf jetzt 143 Euro. Beim Weizen stieg der Preis von 105 Euro sogar auf satte 141 Euro pro Tonne: „Inwieweit sich die Erhöhung auf das Brot niederschlägt, muss man noch abwarten, die Verbraucher sollten sich aber auf höhere Preise einstellen“, so Ramona Wieduwilt, Referentin für Getreideanbau bei der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP). Schon jetzt seien die Preise für ein Weizenmischbrot von 1,87 Euro auf 1,93 Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aber auch im vergangenen Jahr gab es nach einem kühlen Frühling viel zu lange Trockenperioden, die überdurchschnittliche Roggen- und Weizenpreise nach sich zogen. Auch Obst und Gemüse sind bereits – durch die ungünstigen Witterungsbedingungen des Vorjahres – deutlich teurer geworden. Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte in diesem Frühjahr neue Spitzenwerte: Der Preisindex für Frischeprodukte lag im März bereits 27 Prozent über dem Wert des Vorjahres. So hoch war der Index für Möhren, Kirschen, Kartoffeln und Co. seit Beginn der Aufzeichnungen durch die GfK im Jahr 2001 noch nie.Lesen Sie rechts, um wie viel sich der Preis für verschiedene Lebensmittel gegenüber dem Vorjahr verändert hat.

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Venedig: Essen und Hinlegen verboten!!

Venedig findet offenbar, dass seine Besucher zu schlechte Manieren haben. Mit neuen Verboten sollen Urlauber gemaßregelt werden.Wie die Zeitung „Corriere della Sera“ (Mailand) am Freitag berichtet, sollen vor allem um den Markusplatz neue Verbotsschilder aufgestellt werden. Unter anderem soll es untersagt werden, mit nacktem Oberkörper herumzulaufen und sich auf öffentlichen Plätzen zum Ausruhen hinzulegen. Außerdem will die Stadt dagegen vorgehen, dass die Touristen ihr Essen auf der Straße verzehren.Der Markusplatz sehe mitunter „wie ein Abfalleimer aus“, schimpft das Blatt. „Aber die gute Stube Venedigs muss geschützt werden, koste es, was es wolle.“ Um ein zivilisiertes Verhalten der Besucher durchzusetzen, erwäge die Stadt den Einsatz von Ordnungshütern, hieß es. Anders werde die Lagunenstadt mit dem Touristenansturm einfach nicht mehr fertig. Neu sind derartige Bemühungen freilich nicht. Schon vor Jahren hatte Venedig eine Art Verhaltenscodex für Touristen durchsetzen wollen. „Denken Sie daran, dass der Markusplatz ein Museum unter freiem Himmel ist!“, mahnte der „Knigge alla veneziana“ – jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

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Freitag, 4. Mai 2007

Nadine-Prozess: Acht Jahre Haft für Vater

Daniel M. muss für acht Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge und schwerer Misshandlung ins Gefängnis. Das Landgericht Hildesheim zeigte sich überzeugt, dass der 32-Jährige seine Tochter geschlagen und misshandelt hatte.Hildesheim - Die mitangeklagte Mutter Susanne, 30, erhielt heute eine Bewährungsstrafe von einem Jahr. Daniel M. soll die im Oktober 2000 geborene Nadine von Dezember 2001 bis August 2002 mehrfach geschlagen, misshandelt und unterversorgt haben, befand die Kammer unter dem Vorsitz von Ulrich Pohl. Der hatte während des Prozesses viele Fragen - und am liebsten hätte er sie den angeklagten Eltern persönlich gestellt. Doch die verweigerten die Aussage und hatten zum Prozessauftakt eine Erklärung verlesen lassen, wonach Nadine durch einen Unfall gestorben sei: Am Abend des 13. Januar 2003 sei das Mädchen aus dem Hochbett seiner Geschwister oder von der dazugehörigen Leiter gestürzt. Erst am nächsten Morgen habe Susanne M. das tote Kind in seinem Bettchen gefunden. Aus Angst, das Jugendamt werde ihnen ihre anderen Kinder wegnehmen, hätten sie den Tod des Kindes verschwiegen, den Leichnam in einen Sack gesteckt, diesen wiederum in eine schwarze Sporttasche gepackt und im Harz vergraben. Die beiden Verteidiger des angeklagten Vaters hatten Freispruch gefordert. Es lägen keine Beweise dafür vor, dass M. das Kind körperlich attackiert und misshandelt habe, sagten sie in ihrem Abschlussplädoyer. Der Verteidiger der mitangeklagten Mutter plädierte ebenfalls für einen Freispruch.

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Donnerstag, 3. Mai 2007

Die "größten Feinde der Pressefreiheit" und das "Länder-Ranking der Pressefreiheit"

Reporter haben einen vielseitigen Beruf. Doch in manchen Ländern ist die Arbeit auch gefährlich: Allein in diesem Jahr sind nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" weltweit bereits 24 Journalisten getötet worden. Im gesamten vergangenen Jahr seien es 82 gewesen."Diese erschreckend hohen Zahlen zeigen, wie gefährlich unabhängige Berichterstattung in vielen Ländern der Welt ist", sagte Michael Rediske, Vorstandssprecher der Vereinigung, anlässlich des "Internationalen Tages der Pressefreiheit".Vor allem im Irak, aber auch auf den Philippinen, in Mexiko, Russland und Kolumbien liefen kritische Journalisten Gefahr, ihre Recherchen mit dem Leben zu bezahlen.Um auf die getöteten Kollegen aufmerksam zu machen, trugen Mitglieder von "Reporter ohne Grenzen" am Donnerstag zehn Särge durch Berlin. In Gedenken an die im vergangenen November ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja begann die Demonstration vor der russischen Botschaft.Für diese und andere Verbrechen gegen Medienvertreter machen die "Reporter ohne Grenzen" vor allem die "größten Feinde der Pressefreiheit" verantwortlich, die sie jedes Jahr neu benennen. In der aktuellen Liste finden sich außer dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao auch Nordkoreas Diktator Kim Jong Il sowie Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. (Weitere "Feinde der Pressefreiheit" finden Sie in der Bildergalerie über diesem Absatz.)Berühmter als die Liste der Medienfeinde ist jedoch eine Übersicht über die Lage der Presse in 168 Ländern der Welt. Diese Liste, die jedes Jahr im Oktober aktualisiert wird, bescheinigt einigen europäischen Ländern - wie Irland und den Niederlanden - hervorragende Arbeitsbedingungen für Medienvertreter. Andere Länder, wie Burma oder Nordkorea, schneiden hingegen fatal ab. Deutschland, das im Jahr 2005 den 18. Platz in der Liste belegte, fiel weiter zurück. (Eine Übersicht über die Pressefreiheit in den wichtigsten Staaten finden Sie in der Bildergalerie unter diesem Absatz).

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Warum kriegt man für ein solches Loch

Bochum – Diese schöne Frau hat nach einer Operation ein Loch im Rücken. Die Richter sagen: Pech gehabt!Studentin Susanne R. (24) aus Recklinghausen (NRW) ließ sich von einem Schönheitschirurgen eine Muttermalnarbe entfernen. Der Mini-Eingriff lief schief, mit Höllenschmerzen musste sie ins Krankenhaus (BILD berichtete). Schlimm: Noch immer klafft ein daumengroßes Loch auf ihrem Rücken. Susanne R.: „Ich traue mich nicht, rückenfreie Kleider zu tragen. Auch meine Bikinis bleiben im Schrank.“ Vorm Bochumer Landgericht verlangte sie deshalb nun 30 000 Euro Schmerzensgeld plus 125 Euro „Bikini-Rente“ pro Monat. Ein einmaliger Fall – aber ohne Erfolg! Das Urteil der Richter: „Kein Behandlungsfehler.“ Klageabgewiesen! Die Studentin will in Berufung gehen.

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Mittwoch, 2. Mai 2007

GEZ-Gebühren: Überraschung in Karlsruhe

ARD und ZDF werden mit ihrer Klage auf höhere Gebühren vor dem Bundesverfassungsgericht nicht mit offenen Armen empfangen.Gleich zu Beginn trat ZDF-Intendant Markus Schächter sehr selbstsicher auf. Er regte vor dem Bundesverfassungsgericht an, die Landtage nicht mehr an der Festsetzung der Rundfunkgebühren zu beteiligen. Er würde es lieber sehen, die Zwangsgebühren für Fernseher- und Radiobesitzer auf dem Verordnungsweg festzulegen.Heute verhandeln die Verfassungsrichter über die Klagen von ARD, ZDF und Deutschlandfunk, die Länder hätten ungerechtfertigt in das Verfahren der Gebührenermittlung eingegriffen. Zuerst melden die Sender ihren zusätzlichen Bedarf an, dann überprüft eine mit Fachleuten besetzte Kommission, kurz KEF, die Zahlen. Über die Erhöhung beschließen am Ende Ministerpräsidenten und Landesparlamente. In der zurückliegenden Runde, die jetzt von den Verfassungshütern überprüft wird, gab es nur für eine Erhöhung auf 17,03 Euro im Monat eine politische Mehrheit. Das sind 21 Cent weniger, als die Fachleute den Rundfunkanstalten zubilligen wollten. Rechnet man die verzögerte Erhöhung ein, lag die Erhöhung am Ende 28 Cent unter dem Vorschlag der Fachleute.Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) reagierte in einem Statement vor dem Ersten Senat sofort auf Schächter: „Wer auf das gemeinsame Einstehen von Landesregierungen und Parlamenten verzichtet, läuft Gefahr, die in der Bevölkerung schwindende Akzeptanz für die Gebührenbezahlung zu gefährden.“ Ein solcher Schritt könne die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks insgesamt gefährden.

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Cosefeld-Auto rast in Familie

Coesfeld - Auf dem Rückweg von einem 1. Mai-Ausflug ist eine vierköpfige Familie nahe Coesfeld im Münsterland von einem Auto überfahren worden. Der Wagen tötete die Mutter, eine Tochter starb im Krankenhaus an ihren Verletzungen, teilte die Polizei mit. Der Vater und die zweite Tochter schweben in Lebensgefahr. Der Unfall ereignete sich auf einer Landstraße. Die zwei Mädchen fuhren auf Inlineskates hinter ihren radelnden Eltern her, als das Auto in die Gruppe raste.

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Dienstag, 1. Mai 2007

Deutschlandweite Aktionen Tausende demonstrieren gegen rechte Aufmärsche

Zahlreiche Menschen haben am Maifeiertag gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten protestiert. Eine Demonstration von mehr als 300 Autonomen in Dortmund geriet jedoch außer Kontrolle.Mehrere tausend Menschen haben am Maifeiertag in verschiedenen Städten Deutschlands gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten protestiert. In Dortmund forderte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer ein Verbot der NPD "ohne Wenn und Aber".Der bayerische Innenminister Günther Beckstein erklärte in Nürnberg, man dürfe es der NPD nicht durchgehen lassen, dass sie in der Bevölkerung vorhandene Sorgen für ihre extremistischen Ziele instrumentalisiere. Das Engagement breiter Bevölkerungsgruppen gegen rechtes Gedankengut zeige, dass die Mehrheit der Menschen bereit sei, "die Herausforderung anzunehmen und die Demokratie gegen die Rechtsextremisten zu verteidigen".In Nürnberg begann um 13 Uhr ein Aufmarsch von etwa 150 Rechtsextremisten. Auf einer DGB-Kundgebung in Dortmund sagte DGB-Chef Michael Sommer, er finde es unerträglich, dass die NPD unter dem Schutzschild des Parteienprivilegs in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen öffentliche Gelder kassiere. Deutschland habe es verdient, "dass wir diesem Spuk ein Ende machen. Wir lassen denen unsere Straßen nicht, und auch nicht unsere Fußballstadien".Die Polizei in Dortmund rechnete bis zum Mittag mit ungefähr 1.500 Rechtsextremisten und ebenso vielen Gegendemonstranten. Eine Demonstration des Antifaschistischen Bündnisses mit etwa 600 Teilnehmern wurde gegen 11.30 Uhr vom Versammlungsleiter aufgelöst, da dieser keinen Einfluss mehr auf das Verhalten von Teilen der Teilnehmer hatte.

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Sommer in Deutschland:Auf Mallorca bleiben Urlauber weg

Das sonnige Wetter zwischen Garmisch und Flensburg erfreut die Deutschen - doch die Hoteliers auf Mallorca ärgern sich darüber. Die Buchungen sind gegenüber früher zurückgegangen.
Das schöne Frühlingswetter in Deutschland und anderen Staaten Mitteleuropas trübt vielen Hoteliers und Gaststättenbesitzern in Spanien das Geschäft. Auf der Ferieninsel Mallorca ging die Zahl der Urlauber merklich zurück. Wie die Zeitung «Diario de Mallorca» am Dienstag berichtete, waren die Hotels an der Bucht von Palma nur etwa zur Hälfte belegt.Die Buchungen für die erste Mai-Hälfte lägen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, hieß es. Experten führten das Ausbleiben von Touristen auf das sonnige Wetter in anderen Teilen Europas zurück. In weiten Teilen Spaniens gab der Mai seinen Einstand mit einer kühlen und teilweise ruppigen Witterung. Im Zentrum des Landes fiel am Dienstag in höher gelegenen Gegenden bei Segovia sogar Schnee. Die Autobahn Madrid-Burgos wurde am Pass von Somosierra für Lastwagen gesperrt. Personenwagen konnten die Strecke nur mit Schneeketten passieren. (dpa)

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Polizei feuert Warnschüsse und Tränengas ab

Istanbul erlebt den unruhigsten Maifeiertag seit Jahren. 1500 Demonstranten lieferten sich eine Straßenschlacht mit der Polizei, die Warnschüsse, Tränengas und Wasserwerfer einsetzte, um die Menge zu vertreiben. 580 Menschen wurden festgenommen.Mit Warnschüssen haben Polizisten am Dienstag in der türkischen Metropole Istanbul Demonstranten auseinandergetrieben. Der Zwischenfall ereignete sich im Viertel Harbije nördlich des Taksim-Platzes, als Sicherheitskräfte von Demonstranten mit Steinen beworfen wurden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Auch auf der anderen Seite des Platzes im Okmeydani-Viertel gab es Krawalle zwischen etwa 1500 Jugendlichen und Polizisten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten am Marsch auf den Taksim-Platz zu hindern.Die Polizei habe Molotowcocktails und Schusswaffen beschlagnahmt, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Mehr als 580 Menschen seien festgenommen worden. Unter ihnen waren auch sechs Führer des des Gewerkschaftsbundes DISK, darunter ihr Generalsekretär Musa Cam.

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Berlin Festnahmen nach Mai-Krawallen

Berlin (RPO). Nach friedlichen Veranstaltungen ist in der Nacht zu Dienstag in Berlin zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Randalierern gekommen. Dabei warfen Protestierer den Angaben zufolge mit Flaschen und Steinen auf Polizisten und zündeten vereinzelt Feuerwerkskörper. Bis drei Uhr seien 61 Demonstranten festgenommen worden, sagte Polizeisprecherin Kerstin Menzel.
Zuvor seien rund 600 Demonstranten von Kreuzberg zum Boxhagener Platz in Friedrichshain gezogen, wo zu dieser Zeit ein Straßenfest stattfand, teilte die Polizei mit, die mit einem Großaufgebot vor Ort war.Bei der Demonstration habe es mindestens sieben Festnahmen gegeben, sagte Menzel. Der Protestzug sei ansonsten aber weitgehend friedlich verlaufen, genauso wie die Veranstaltung am Boxhagener Platz. Zu Beginn der Ausschreitungen hatten sich ihren Angaben zufolge gut tausend Menschen an dem Platz in Friedrichshain versammelt. Viele hätten den Ort dann aber schnell verlassen. Die Polizei sei "konsequent und gezielt" gegen Randalierer vorgegangen, habe sich ansonsten aber zurückgehalten, sagte Menzel. "Das Konzept der 'ausgestreckten Hand' hat funktioniert", betonte sie.

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Waldbrandgefahr Appelle zum Verzicht auf Maifeuer

Das ungewöhnlich warme und trockene Wetter hat zunehmend negative Folgen für Deutschland. Der Wetterdienst Meteomedia weist darauf hin, dass es in Deutschland wegen der Trockenheit eine hohe bis sehr hohe Gefahr von Waldbränden gibt. Für das ganze Land gilt mindestens die Stufe vier, sagte Meteorologe Thomas Knabel im Gespräch mit T-Online. Für große Teile der östlichen Bundesländer ist sogar die höchste Warnstufe fünf ausgegeben.Das Frühjahr ist ohnehin die brandgefährlichste Zeit. Schon eine weggeworfene Zigarette oder ein Funkenflug beim Grillen kann einen Waldbrand entfachen. Der Deutsche Feuerwehrverband rät deshalb zu besonderer Vorsicht. Die traditionellen Maifeuer in der Walpurgisnacht dürften auf keinen Fall in der Nähe von leicht entflammbaren Bäumen oder Wiesen entzündet werden, betont der stellvertretende Geschäftsführer Rudolf Römer gegenüber T-Online.

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Montag, 30. April 2007

Forscher stellen Gedächtnis wieder her

Mäusen, die an einem Alzheimer-ähnlichen Gedächtnisverlust leiden, kann geholfen werden. Die neue Therapie könnte nun an Menschen getestet werden.Mit Hirnjogging und chemischen Substanzen haben Forscher die Lernfähigkeit bereits stark vergesslicher Mäuse wiederhergestellt. Die Tiere konnten sich nach der Therapie auch an bereits Vergessenes erinnern. Auf diese Weise könnte auch Demenz-kranken Menschen geholfen werden, vermuten die Wissenschaftler.Das Forscherteam um André Fischer vom European Neurosciences Institute Göttingen (Eni-G) hat die Therapie an einem Tiermodell der Alzheimerschen Krankheit getestet. Bei diesen Mäusen kann mit einer Substanz im Futter die Produktion eines hirnschädigenden Eiweißes an- und abgeschaltet werden. Das Protein p25 ist eine aggressivere Variante des Proteins p35, das bei Alzheimer-kranken Menschen Hirnschädigungen auslöst.

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Illegales Rennen auf Autobahnen verhindert

Sie fahren viel schneller als erlaubt und sind nur mit massivem Polizeieinsatz zu stoppen: Teilnehmer der internationalen Rallye «Gumball 3000». Für Dutzende endete das illegale Rennen nun vorzeitig.Polizisten aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben in der Nacht zum Montag ein illegales Rennen auf deutschen Autobahnen gestoppt. Wie die Polizei in Mendig bei Koblenz berichtete, wurden allein 52 Teilnehmer der internationalen Rallye «Gumball 3000» an der Raststätte Brohltal bei Koblenz angehalten und kontrolliert. 16 weitere Fahrer wurden an der deutsch-belgischen Grenze sowie in Hessen und Nordrhein-Westfalen gestoppt. Die Fortsetzung des Rennens auf deutschem Boden wurde den Rennbegeisterten verboten. Nach Angaben der Polizei waren zuvor bereits sechs Fahrer bei deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen ertappt worden. So sei ein deutscher Fahrer mit 150 Stundenkilometern durch eine Tempo-80-Zone gebraust.

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Jurastudenten trinken am meisten

Medizinstudenten leben kaum gesünder als der Durchschnitt. WG-Bewohner sind für einen ungesunden Lebenstil besonders anfällig. Forscher befragten 1.300 angehende Juristen, Lehrer und Mediziner. Ergebnis: Fast jeder fünfte raucht und trinkt im Übermaß bei zu wenig Sport und ungesunder Ernährung.Viel Sport, Obst und Gemüse, kein Alkohol und keine Zigaretten? An diese vier Regeln für das gesunde Leben halten sich gerade einmal zwei Prozent der Studierenden im ersten Semester an deutschen Unis. 18 Prozent hingegen folgen nicht einmal einer von ihnen. "Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Zahl derer alarmierend hoch, bei denen sich die Risikofaktoren für die Gesundheit häufen", sagt der Medizinpsychologe Professor Heinz-Dieter Basler von der Uni Marburg. Gemeinsam mit Dr. Stefan Keller, Professor an der University of Hawaii at Manoa, führte er jüngst eine repräsentative Studie an 1.262 Erstsemestern durch. Die anonyme Umfrage richtete sich an angehende Juristen, Lehrer und Mediziner. 62 Prozent der Befragten bekannten sich zu regelmäßigen "Saufgelagen". 31 Prozent waren Raucher. Nur zwei von fünf gaben an, mindestens dreimal in der Woche intensiv Sport zu betreiben. Nur einer von zwanzig hielt sich an die Gesundheitsregel, fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse zu sich zu nehmen. "Bereitschaft zum Umdenken gibt es wenig", so Basler. "Insbesondere die, bei denen mehrere Risikofaktoren vorliegen, haben selten vor, ihr Verhalten zu ändern."

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Sonntag, 29. April 2007

Frueher Sommer bedroht die Bierpreise

Wegen der langen Trockenheit beginnen die Bauern um die Braugerste zu bangen. Der heiße April könnte im Herbst die Bierpreise steigen lassen. Und nicht nur das: Missernten, Borkenkäfer und Waldbrände gefährden zahlreiche Existenzen. Regen ist nicht in Sicht.Hoch "Silvia" lässt die Sonne weiter gnadenlos auf die größten Teile Deutschlands brennen. Die Bauern befürchten Missernten, und die Waldbrandgefahr ist unverändert hoch bis sehr hoch. Zwar wird es in den nächsten Tagen auch in der Südwesthälfte Deutschlands etwas kühler, wie der Deutsche Wetterdienst vorhersagte. Aber regnen soll es trotzdem bis in die übernächste Woche hinein allenfalls im äußersten Süden und Südwesten. Gerade auch die Braugerste sei gefährdet, da die Frühsaat in den trockenen Ackerschollen nur mickrige Wurzeln ausbilden könne. Es sei sogar nicht auszuschließen, dass der heiße April im Herbst den Bierpreis steigen lasse. "Wenn es am Wochenende nicht regnet, ist die Saat verdorrt. Es wird von Stunde zu Stunde dramatischer", sagte Holger Brantsch, Sprecher des Landesbauernverbandes Brandenburg, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Bis zu drei Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche könnten dann laut Brantsch weitgehend ausfallen: "Jetzt sind viele Existenzen bedroht." Die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) nennt die Situation ebenfalls "dramatisch". "Die Wasserreserven in Brandenburg sind total aufgebraucht", warnte Monika Frielinghaus vom Institut für Bodenlandschaftsforschung in Müncheberg.

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Samstag, 28. April 2007

Polizistinnenmord: Blutverschmierter Mann gesucht

Drei Tage nach dem Mord an einer Polizistin erhofft sich die Kripo vor allem Hinweise auf einen blutverschmierten Mann, der in der Nähe des Tatorts gesehen wurde.„Wir brauchen dringend eine Beschreibung des Mannes. Vielleicht trägt die ausgesetzte Belohnung dazu bei, dass sich noch mehr Augenzeugen melden“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Zwei Heilbronner Privatleute hatten am Vortag 15 000 Euro Belohnung für die Ergreifung der Täter zur Verfügung gestellt.Die 22 Jahre alte Beamtin und ihr 24 Jahre alter Kollege waren am Mittwoch auf dem städtischen Festplatz Theresienwiese offenbar aus nächster Nähe mit Kopfschüssen niedergestreckt worden. Sie starb, er wurde lebensgefährlich verletzt. Sein Zustand ist kritisch, aber stabil. Seither fehlen Dienstwaffen und Handschellen der Opfer.

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Polizistenmord in Heilbronn: War es die Drogenmafia?

Die Hintergründe des Polizistenmordes in Heilbronn liegen möglicherweise im Bereich der organisierten Kriminalität. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa vom Freitag soll es um Rauschgift gegangen sein. Die Polizei ermittelt deswegen auch in Osteuropa. «Was Heilbronn anbetrifft, gehen wir davon aus, dass es eine Tat ist, die nicht zwingend von einem Deutschen begangen wurde», sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Wolfgang Speck. Zu einem Zeitungsbericht, wonach die Drogenmafia hinter der Bluttat steckt, wollte sich die Polizei nicht äußern. Die «Rheinische Post» berichtete unter Berufung auf den Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die Polizei habe vor den tödlichen Schüssen einen Einsatz in der Heilbronner Drogenszene gehabt. Sie sei in der Nähe des Tatorts «aufgeschlagen. Da gab es große Verärgerung unter den Drogendealern», sagte Freiberg der Zeitung zufolge. Für Rückschlüsse auf einen Racheakt sei es aber noch zu früh. Ein Polizeisprecher sagte, es werde in alle Richtungen ermittelt.Die Sonderkommission "Parkplatz" verfolgt inzwischen eine erste Spur: Ein Zeugin hatte einen blutverschmierten Mann in der Nähe des Tatorts beobachtet. Der Unbekannte soll die Radfahrerin beinahe umgerannt haben und auf den Rücksitz eines davonfahrenden Autos gestiegen sein. Die Polizei sucht nun nach der Radfahrerin. Die Polizei bat erneut, dass sich weitere Zeugen melden. Auch Beobachtungen und Wahrnehmungen, die nicht auf den ersten Blick mit der Tat in Verbindung gebracht werden, können für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein, wie die Polizei betonte.

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Das Rätseln um die RAF-Wahrheit wer war der Mörder von Buback?

Ex-RAF-Mitglied Boock hat mit Interviews die Suche nach der Wahrheit neu belebt. Der Mutmaßungen sind viele, klar ist nur: Als die Urteile fielen, gab es noch manches Geheimnis.Lange schien die Geschichte des bundesdeutschen Terrors der 70er und 80er Jahre juristisch und historisch erstarrt: Die anonymen Mörder der dritten RAF-Generation blieben unbekannt, wenigstens die blutigen Anschläge im «Deutschen Herbst» des Jahres 1977 schienen aufgeklärt. Nun haben die hartnäckigen Fragen des Michael Buback die bundesdeutsche Historie ins Rutschen gebracht: Zum Mord an seinem Vater, dem damaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback, drängt eine neue Wahrheit ans Licht.Nur welche? Es war Stefan Wisniewski, sagt der frühere RAF- Terrorist Peter-Jürgen Boock - also immerhin einer, der es wissen muss. Es könnte auch eine Frau gewesen sein, mutmaßt Buback vor der Fernsehöffentlichkeit. War es womöglich Verena Becker? Die soll aber ihrerseits den Namen Wisniewski genannt haben? Und was ist mit dem verurteilten Knut Folkerts: Saß der für den falschen Mord?

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RAF-Opfer übel verhöhnt von Raab

Was für eine TV-Entgleisung!
Nach dem Auftrittsverbot für Max Buskohl bei „Deutschland sucht den Superstar“ verhöhnt Moderator Stefan Raab („TV total“) jetzt RAF-Opfer, präsentierte den Sänger im Stil einer Terroristen-Geisel als „Gefangenen von R.T.L.“ Das war der TV-Tiefpunkt des Jahres! RAF-Opfer und Politiker sind entsetzt.Schleyer wurde am 5. September 1977 brutal entführt, vier Begleiter wurden dabei mit 117 Kugeln erschossen. 44 Tage später lag Schleyer – von drei Schüssen in den Hinterkopf ermordet – im Kofferraum eines Autos.Seine RAF-Entführer hatten ihn zuvor immer wieder auf Geiselfotos der Weltöffentlichkeit präsentiert.Auch auf der Internetseite der Sendung präsentiert sich Raab gestern mit geballter Kampf-Faust – wie einst die RAF-Mörder. Auf BILD-Anfrage ließ der Moderator gestern erklären: „Ich habe nicht die RAF-Opfer diffamiert. Ich kritisiere die Knebelverträge von RTL. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand, der meine Sendung gesehen hat, das anders interpretiert.“ Alles andere sei „absurd.“RAF-Experten wie der Jurist und Buchautor Butz Peters („Tödlicher Irrtum“) sehen das anders: „Scherze dieser Art verbieten sich angesichts der brutalen Taten der RAF“, so Peters. „Ich denke besonders an die Gefühle von Schleyers Witwe Waltrude!“

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Freitag, 27. April 2007

Bundestags-Eklat: Demonstranten seilen sich vom Reichstag ab

Ausnahmezustand im Reichstag: Zuerst sprangen am Mittag vier Protestler von der Tribüne ins Plenum, später seilten sich außen am Reichstag zwei Männer ab und enthüllten ein Plakat mit der Aufschrift "Der deutschen Wirtschaft".Berlin - Bei einer Protestaktion am Reichstag in Berlin haben Unbekannte ein Plakat mit der Aufschrift "Der Deutschen Wirtschaft" über der Fassade entrollt. Zwei Demonstranten seilten sich einem Sprecher zufolge an der Westseite ab und enthüllten das Plakat - zwei andere hatten sie von der Terrasse aus gesichert. Auf dem Portal des Parlaments steht die Inschrift "Dem deutschen Volke". Die Demonstranten wurden von der so genannten Höhenrettung der Feuerwehr schließlich von der Fassade geholt. Für Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) belegt der Vorfall die Gratwanderung zwischen Besucherinteressen und Problemen, die "immer mal auftreten können". So etwas könne "unter Aufrechterhaltung

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Keiner will mehr krank machen.Krankmeldungen auf Tiefstand

Die Fehlzeiten in deutschen Unternehmen sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Viele Arbeitnehmer scheuen den Weg zum Arzt aus Angst, den Job zu verlieren.
Rund die Hälfte aller Beschäftigten ließ sich im ganzen Jahr überhaupt nicht krankschreiben, berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK am Dienstag in Bonn. Männer waren der Untersuchung zufolge im Schnitt länger krank, Frauen dafür häufiger.Veränderte Beschäftigtenstruktur lässt Krankenstand sinken Die niedrigen Krankenstände sind nach Einschätzung des Instituts auf Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur zurückzuführen. Aber auch eine verbesserte Gesundheitsvorsorge in den Betrieben und medizinische Fortschritte würden zu den rückläufigen Fehlzeiten beitragen. Umfragen zeigten jedoch zudem, dass sich viele Arbeitnehmer mit Krankmeldungen zurückhielten, um ihren Arbeitsplatz nicht zu gefährden.

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