Deutschland keine Change beim Grand Prix nur Platz 19
Helsinki (dpa) - Serbien hat zum ersten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Die serbische Sängerin Marija Serifovic lag mit ihrer Ballade «Molitva» weit vor der Ukraine und Russland. Deutschlands Grand-Prix-Hoffnung Roger Cicero landete mit seinem Swing-Song «Frauen regier'n die Welt» nur auf Platz 19.24 Länder hatten am Samstagabend in Helsinki um die europäische Musikkrone gesungen. Im vergangenen Jahr war Deutschland mit der Country-Band Texas Lightning in Athen 15. geworden. Der bislang einzige Sieg mit Nicoles «Ein bisschen Frieden» liegt 25 Jahre zurück.
Cicero legte einen soliden und stilvollen Auftritt hin. Im schneeweißen Anzug mit passendem Hut präsentierte er seinen Swing-Song «Frauen regier'n die Welt». Die Bühnendekoration versprühte Las-Vegas-Flair, der Name Roger Cicero prangte in großen glitzernden Lettern auf der Leinwand im Hintergrund. Allerdings ließ der routinierte Auftritt einen echten Kracher vermissen.
Die 9000 Fans in der Halle gingen bei jedem Song in dem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Wettbewerb voll mit. Hunderte Fahnen der Teilnehmerländer wurden geschwenkt, etliche Zuschauer hatten sich ihre Nationalfarben auf die Gesichter geschminkt oder waren bunt verkleidet. Viele deutsche Fans erschienen im stilvollen Swing-Outfit: Mit Hut, Anzug und Krawatte - gerade so wie Cicero.
Auch TV-Moderator Thomas Hermanns präsentierte sich ganz in weiß und mit Hut, als er aus live aus dem Kehrwieder-Varieté in Hamburg das Ergebnis der deutschen Abstimmung verkündete: Traditionell gab es zwölf Punkte für die Türkei - diesmal für den Sänger Kenan Dogulu und seinen Titel «Shake It Up». «Roger hat es super gemacht, toll performt», meinte der Grand-Prix-Kenner nach dem Wettbewerb unter kräftigem Applaus der Zuschauer bei der ARD-Grand-Prix-Party.
Das finnische Fernsehen YLE lieferte eine gute Show ab: Selbstironische Einspielfilmchen zwischen den Beiträgen, einige witzige (statt peinliche) Gag-Einlagen und das sympathische Moderatoren-Duo Jaana Pelkonen und Mikko Leppilampi machten den ersten Grand Prix aus Finnland zum Erfolg.
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