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Montag, 7. Mai 2007

Klar kann erst 2008 mit Freigang rechnen

Der frühere RAF-Terrorist Christian Klar kann frühestens von Januar 2008 an mit Freigang rechnen. Der genaue Zeitpunkt sei noch von einem neuen Gutachten abhängig, sagte der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll dem "Mannheimer Morgen". Allerdings sei Klar "bisher nicht gewillt, mit dem Gutachter zu sprechen". Deshalb sei nicht absehbar, wann die Untersuchungsergebnisse vorliegen.Für Klar hatte ein erster Gutachter eine positive Prognose gestellt. Nach einer umstrittenen Grußbotschaft des Inhaftierten an die Berliner Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar zweifelt Goll jedoch an der Prognose. Der Minister gab ein zweites Gutachten in Auftrag. Klar bekommt nach mehr als 24 Jahren erstmals Hafterleichterung. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe vom 24. April darf er das Gefängnis zeitweise in Begleitung von Wachbeamten verlassen.Goll ist aber weiterhin gegen einen Freigang für ein Praktikum beim Berliner Ensemble, das Klar angeboten wurde. "Er bekommt die Lockerungen. Dazu kann auch im nächsten Jahr Freigang gehören. Ein Theater in Berlin ist meiner Meinung nach dafür aber sicher nicht der geeignete Platz." Für die Entscheidung für einen Freigang ohne Begleitung sieht Goll keinen Zeitdruck. Falls Bundespräsident Horst Köhler Klar nicht begnadige, komme dieser frühestens im Januar 2009 frei. Bis dahin sei noch jede Menge Zeit. Der Lockerungsplan hänge von Klars Mitwirkung ab. Wenn Klar "in einigen Sätzen klärt, wie sein Verhältnis zum Terrorismus aussieht, geht es sicher schneller".

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RAF: Begnadigungen von Klar und Hogefeld abgelehnt

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat eine Begnadigung des ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar abgelehnt. Auch Birgit Hogefeld hat Köhler nich begnadigt. „Der Bundespräsident hat entschieden, von einem Gnadenerweis für Herrn Christian Klar abzusehen“, teilte das Amt Köhlers am Montag in Berlin mit. Christian Klar wurde 1982 unter anderem wegen Beteiligung an der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer, Generalbundesanwalt Siegfried Buback und dem Bankier Jürgen Ponto zu fünf Mal Lebenslang verurteilt. Da die Mindesthaftzeit Klars 2009 ausläuft, hätte Köhler eine Begnadigung aussprechen können. Auch Genadegesuch von Birgit Hogefeld abgelehnt
Köhler lehnte außerdem das Gnadengesuch der ehemaligen RAF-Terroristin Birgit Hogefeld ab. Der Bundespräsident sehe sich nicht in der Lage, ihrem Gnadengesuch „derzeit - im vierzehnten Haftjahr - zu entsprechen“. Sie war 1998 wegen mehrfachen Mordes und Mordversuches zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sie befindet sich seit Juni 1993 in Haft.
Eine Begründung für die Entscheidung Köhlers wurde nicht gegeben. In einer Mitteilung des Präsidialamtes hieß es lediglich, der Entscheidung seien Stellungnahmen der Justizministerin Brigitte Zypries, der zuständigen Justizstellen sowie ein kriminal-prognostisches Gutachten zu Grunde gelegen. „Der Bundespräsident wird jedoch zu gegebener Zeit erneut und von Amts wegen über das Gesuch befinden“, hieß es in der Erklärung weiter. Die Frage einer Begnadigung Klars war in Deutschland sehr umstritten. Vor allem Politiker der CSU hatten sich strikt gegen einen Gnadenerweis gewandt.

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Sonntag, 6. Mai 2007

Berlin 8 Jahre altes Maedchen in Park ermordet

Es ist der zweite brutale Mord an einem jungen Mädchen innerhalb von nur drei Wochen, der in Berlin für Entsetzen sorgt. Diesmal geschah das Verbrechen am helllichten Tag.Mitten in einem belebten Park im gutbürgerlichen Wilmersdorf fand eine Spaziergängerin am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr auf einer Bank die Leiche eines erst acht Jahre alten dunkelhäutigen Mädchen. Der Täter muss nur wenige Minuten vorher zugeschlagen haben - bei strahlendem Sonnenschein und nicht in der Nacht. Die Polizei hat aber keine Hinweise auf einen sexuellen oder fremdenfeindlichen Hintergrund.In der Berliner Morgenpost hieß es, der in Berlin geborenen Achtjährigen sei die Kehle durchgeschnitten worden. Das bestätigte Kriminaloberrat Jörg Dessin aber nicht. Es sei „massive Gewalt gegen den Hals ausgeübt“ worden. Nach Dessins Darstellung hat Amani am Samstag gegen 7.30 Uhr mit ihrem Fahrrad das Haus verlassen.Laut Dessin hat sich der Vater bei der Polizei gemeldet. Kontakt zur Mutter bestand bis Sonntagmittag nicht. Die polizeilichen Ermittlungen konzentrierten sich auf das familiäre Umfeld. Ein sexueller Missbrauch des Mädchens werde ausgeschlossen. Nach einer Tatwaffe werde noch gesucht. Dazu werde auch ein Regenauffangbecken in der Grünanlage ausgepumpt, teilte Dessin mit.Erst Mitte April war die Leiche eines Mädchens in einem Koffer in einem Berliner Park gefunden worden. Die 14-Jährige war im Problemkiez Neukölln bei lebendigem Leib verbrannt. Der Schauplatz des jüngsten Verbrechens ist eine besonders am Wochenende gut besuchte Grünanlage. Hundebesitzer gehen dort jeden Tag spazieren, nur einen Steinwurf von der Evangelischen Kreuzkirche entfernt. Kinder vergnügen sich bereits früh morgens auf dem Spielplatz.Noch gibt der Fall den Ermittlern Rätsel auf. Die Leiche wurde bereits am Samstag obduziert. Demnach sei „Gewalt gegen den Hals des Mädchens“ ausgeübt worden, sagte der Leiter der zuständigen Kriminalkommission, Jörg Dessin. Derzeit werde auch im Umfeld der Familie ermittelt, betonte er. Der Vater der in Deutschland geborenen achtjährigen Amani, die in der Nähe des Tatorts gewohnt hat, habe sich gemeldet.

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Viele Maikäfer erwartet im Sommer 2007

Die Maikäfer kommen: 2007 ist nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) günstig für diese Tiere. "Bei Abenddämmerung kommen die Maikäfer aus der Erde heraus, nachdem sie vier Jahre als Engerlinge im Boden mit Fressen und Wachsen beschäftigt waren", sagte NABU-Biologe Heinz Peper am Mittwoch. Bedingt durch das warme Wetter seien die Käfer in diesem Jahr schon seit Ende April geschlüpft.Leibspeise Buchen und EichenSobald die Lufttemperatur 20 Grad erreiche, verlassen die großen Käfer ihr Versteck im Erdboden, erläuterte Peper. In der Abenddämmerung steuern sie einen Hügel an oder eine Baumgruppe - mit Vorliebe Buchen oder Eichen. Dort beginnen sie zu fressen und sich zu paaren. "An ihren Fraßplätzen können wir die Käfer am besten beobachten, wenn wir das frisch ausgetriebene Laub gegen den hellen Himmel absuchen", sagte Peper. Zu beobachten seien sie auch unter Straßenlaternen, deren Licht sie anlocke.Maikäfer sind bis zu 2,5 Zentimeter groß. Es gibt zwei Arten: den Feldmaikäfer mit einem meist schwarzen Halsschild und den Waldmaikäfer, dessen Halsschild meist braun gefärbt ist. Durch die intensive Landwirtschaft seien die Krabbeltiere selten geworden, sagte der NABU-Experte. In Süddeutschland gebe es lokal aber sogar wieder massenhaft Maikäfer.

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Freitag, 4. Mai 2007

Deutschland leidet unter der Dürre Nur 1 Liter Wass pro qm im April

Das Gras verfärbt sich bereits vielerorts, und es wird mit jedem Tag schlimmer", sagt Otto-Dietrich Steensen, der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein. Aber der Bauer aus dem Norden fürchtet nicht nur um die Heuernte. Probleme sieht er auch beim Sommergetreide und beim Mais, die in einigen Regionen auf den Feldern verdorren könnten. Einige Bauern lassen sogar schon die Rinder im Stall, weil diese auf den Weiden nicht genug zu fressen gefunden haben. Schuld ist die ungewöhnliche Trockenheit: Im April hat es in Schleswig-Holstein im Durchschnitt gerade einmal drei Millimeter Niederschlag gegeben, die geringste Menge seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Normal sind es 40 bis 50 Millimeter. Nicht nur in Schleswig-Holstein, in ganz Deutschland herrscht seit Wochen eine für das Frühjahr ungewöhnliche Trockenheit. Die Bauern schlagen jetzt Alarm: Sie rechnen wegen der wochenlangen Dürre mit Ernteausfällen und steigenden Preisen. Vor allem Ostdeutschland ist betroffen. "Getreide, Mais und Rüben, aber auch Obst und Gemüse sowie unsere Wiesen und Weiden lechzen im wahrsten Sinne des Wortes nach Wasser", sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner. Ohne baldigen Regen könnten die Ernteausfälle noch größer werden. Nach Sonnleitners Einschätzung ist mit steigenden Getreidepreisen auf dem Weltmarkt zu rechnen, weil auch aus Oberitalien, Frankreich, Polen und der Ukraine von Dürreschäden berichtet werde. Viele Landwirte hätten zudem mit höheren Kosten durch Bewässerung zu rechnen. Wie hoch die volkswirtschaftlichen Kosten durch die Dürre für Deutschland insgesamt sind, darüber lässt sich bisher allerdings nur spekulieren. Denn während die Bauern den ersten Regen seit Wochen herbeisehnen, profitieren Getränkehersteller, Eisproduzenten und Biergärten von der warmen Witterung. "Allerdings müsste man auch da wieder andere Faktoren gegenrechnen. Insgesamt überwiegt daher der negative Effekt durch die Ernteausfälle", sagt Rolf Schneider, Konjunkturexperte von Allianz Dresdner Bank. Nach Einschätzung von Claudia Kempfert, Umweltökonomin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), könnten angesichts der extremen April-Witterung in diesem Jahr Ernteeinbußen von 30 Prozent auftreten. "Das würde einen ungefähr einen volkswirtschaftlichen Schaden von fünf Mrd. Euro bedeuten", sagt die Expertin, die vor kurzem eine umfangreiche Simulation zum Klimawandel vorgelegt hat.

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Donnerstag, 3. Mai 2007

Polizistinnenmord Erschossene Polizistin beigesetzt

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist die vor einer Woche in Heilbronn ermordete 22-jährige Polizistin in ihrem ostthüringischen Heimatort Oberweißbach beigesetzt worden.Rund 900 Polizisten aus Thüringen, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern erwiesen ihrer Kollegin die letzte Ehre. Unter den Trauernden waren auch rund 400 Bürger der Stadt. Die Frau war am vergangenen Mittwoch von unbekannten Tätern mit einem Kopfschuss getötet worden. Ihr Kollege wurde lebensgefährlich verletzt und befindet sich im künstlichen Koma.Die kirchliche Trauerfeier fand in der Oberweißbacher Hoffnungskirche statt. Anschließend begleiteten 20 Polizisten den Sarg von der Kirche bis zum Friedhof. Die Thüringerin hatte rund eineinhalb Jahre bei der Bereitschaftspolizei in Baden-Württemberg gearbeitet. Bundesweit tiefe BetroffenheitDer baden-württembergische Landespolizeipräsident Erwin Hetger sagte bei dem Trauergottesdienst, die brutale Tat habe in der Bevölkerung und innerhalb der Polizei bundesweit große Bestürzung und tiefe Betroffenheit ausgelöst. „Wir sind fassungslos ob dieser skrupellosen und kaltblütigen Tat, die am helllichten Tag mitten unter uns geschah.“Hetger versprach eine Aufklärung des Verbrechens. Die Tragik sei unglaublich: Die Polizistin hätte an dem Tag, an dem sie ihr Leben verlor, eigentlich Urlaub gehabt; sie habe sich aber freiwillig zum Dienst gemeldet. „Ihr Engagement und ihre Liebe zu ihrem Beruf musste sie mit ihrem Leben bezahlen“.Belohnung auf 100.000 Euro erhöhtUnterdessen ist die Belohnung für die Ergreifung der Täter auf 100.000 Euro verdoppelt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft in Heilbronn teilten mit, dies sei die höchste Belohnung, die je in der Stadt ausgelobt worden sei. Das zusätzliche Geld stelle eine Unternehmensgruppe aus der Region zurVerfügung. Bisher hatten Polizeigewerkschaften, der Bund Deutscher Kriminalbeamter, die Staatsanwaltschaft Heilbronn sowie zwei Heilbronner Privatleute insgesamt 50.000 Euro Belohnung ausgesetzt.Immer noch keine heiße Spur500 Hinweise aus der Bevölkerung seien bisher bei der Sonderkommission „Parkplatz“ eingegangen. Der Polizeisprecher sagte, es gebe noch immer keine heiße Spur: „Unsere Arbeit gleicht einem Puzzlespiel. Irgendwann hoffen wir, dass die vielen Einzelteile ein Ganzes ergeben.“Die 22 Jahre alte Beamtin und ihr zwei Jahre älterer Kollege waren am vergangenen Mittwoch in Heilbronn von Unbekannten mit gezielten Kopfschüssen niedergestreckt worden. Der Mann überlebte lebensgefährlich verletzt. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch aber stabil. Er steht weiter unter Polizeischutz. Die Beamtin war seit anderthalb Jahren bei der Bereitschaftspolizei Böblingen im Einsatz gewesen.

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Mittwoch, 2. Mai 2007

RAF-Köhler neigt zu Klar-Begnadigung

Erst sprechen, dann handeln: Nach einem stern-Bericht neigt Bundespräsident Horst Köhler offenbar zu einer Begnadigung des verurteilten RAF-Terroristen Christian Klar. Vorher will er ihn allerdings zu einem Gespräch treffen. Bundespräsident Horst Köhler neigt nach einem Magazinbericht dazu, das Ex-RAF-Mitglied Christian Klar in die Freiheit zu entlassen. Der stern berichtete am Mittwoch zudem ohne Nennung von Quellen, Köhler sei fest entschlossen zu einem persönlichen Gespräch mit Klar, der seit 24 Jahren im Gefängnis sitzt und dessen Mindeststrafe erst 2009 abläuft. Köhler prüft derzeit ein Gnadengesuch Klars. Das Bundespräsidialamt lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Erstmal kommen HafterleichterungenKlar sitzt seit November 1982 ununterbrochen im Gefängnis. Er wurde unter anderem wegen Beteiligung an der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer, Generalbundesanwalt Siegfried Buback und dem Bankier Jürgen Ponto zu fünfmal Lebenslang verurteilt. Das Landgericht Karlsruhe hatte kürzlich einer Beschwerde des 54-jährigen stattgegeben und entschieden, dass ihm Ausgänge in Begleitung von Polizisten gestattet werden müssen.

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Dienstag, 1. Mai 2007

Ex-Freundin auf offener Straße erstochen

Ein 26 Jahre alter Mann hat seine gleichaltrige Ex-Freundin am Montagmittag im Zentrum von Hildesheim in Niedersachsen mitten auf der Straße mit mehreren Messerstichen getötet. Passanten mussten mit ansehen, wie der Täter mit einem größeren Messer mehrfach auf die Frau einstach. Die Frau sank blutüberströmt zu Boden und starb wenig später an ihren schweren Verletzungen, bevor die alarmierte Polizei helfen konnte.Der Mann flüchtete nach den Messerstichen. Ein 33-jähriger Zeuge verfolgte den jungen Mann jedoch und informierte die Polizei per Handy über den genauen Standort. Kurz darauf nahmen die Beamten den Messerstecher fest. Die Waffe fanden die Ermittler auf einem Parkplatz in der Nähe des Tatortes. Über das Motiv habe der 26-Jährige bisher keine Angaben gemacht, sagte ein Polizeisprecher. Er habe jede Aussage verweigert.

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Wieder Berliner Kinder in verwahrloster Wohnung gefunden

In Berlin sind nach einem Hinweis aus der Bevölkerung erneut Kinder in einer völlig verwahrlosten Wohnung gefunden worden. In der verdreckten Wohnung in Reinickendorf lebt nach Angaben der Polizei vom Montag eine 40 Jahre alte Frau mit ihren beiden vier und zwölf Jahre alten Töchtern. Die Mädchen wurden ebenso wie ein neugeborenes Zwillingspärchen der Frau, das noch im Krankenhaus ist, in die Obhut des zuständigen Jugendamts gegeben. Die Polizei stieß in der gesamten Wohnung auf Spinnweben, die von den Decken und Lampen hingen. Die Räume waren kaum zu betreten, da Unrat, Müll und Schmutzwäsche den Weg versperrten.

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Montag, 30. April 2007

Flatrate-Saufen:Es wird immer härter!

Erst vor einem Monat starb ein Berliner Schüler(† 16) – nachdem er sich in einer Kneipe mit 45 Tequila ins Koma getrunken hatte Doch das Flatrate-Saufen (einmal zahlen, trinken so viel man will) geht einfach weiter.Neuester, schlimmer Trend: Barbusige „Abfüllerinnen“ flößen den Gästen Tequila direkt aus der Flasche ein!Nachts in der Disco „Halli Galli“ in Berlin: Eine nackte Stripperin kippt sich Schnaps (Hausmarke „Tabay“, 38 %) über den Busen, ein Junge leckt ihn von ihrer Haut.Disco-Betriebsleiter Lutz Quednau-Teklic (50): „Das ist unsere erotische Flatrate-Party. Für sechs Euro gibt’s so viel Tequila, wie man schlucken kann. Alkohol steht bei uns nicht im Vordergrund ...“800 Gäste trinken und johlen, vier „Mädels“ heizen die Stimmung auf. Anfassen ist auch erlaubt.Berliner Politiker fordern jetzt ein Verbot der Flatrate-Partys!

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Borkenkäfer: "Plage von biblischen Ausmaßen"

Käfer-Alarm in Deutschland: Die warmen Tage im April haben den Borkenkäfer in den Wäldern frühzeitig mobilisiert. "In den Wäldern tickt eine Zeitbombe. Uns droht diesen Sommer eine Borkenkäferplage von biblischen Ausmaßen", warnte Ute Seeling, die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, in der "Bild am Sonntag". Das milde Wetter biete ideale Bedingungen für die Schädlinge, sagte Hans Jacobs von der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Bei anhaltend warmer Witterung könnten allein in Schleswig-Holstein Bäume im sechsstelligen Bereich absterben. Eine Mitschuld daran trage auch Orkan "Kyrill", der im Januar etliche Bäume umgestürzt hatte, sagte Jacobs. Die Waldarbeiter kämen mit dem Aufräumen nicht hinterher, und so lägen noch immer viele tote Bäume in den Wäldern und böten ideale Brutplätze für die Borkenkäfer. Die Schädlinge produzieren zudem viel Nachwuchs: Bis zu drei Generationen können sich in einem Jahr entwickeln. "Der Borkenkäfer bevorzugt Fichten und befällt vor allem geschwächte Bäume", erläuterte Jacobs. Ist ein Baum befallen, kann er nicht mehr gerettet werden. "Er muss gefällt und so schnell wie möglich aus dem Wald geschafft werden", sagte Jacobs. Daher sollten die Förster schnell reagieren, um eine Ausbreitung zu verhindern. Darüber hinaus werde versucht, mit Hilfe von Lockstoff-Fallen die Käfer von den Bäumen wegzubringen.

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Sonntag, 29. April 2007

Angeblich konkrete Hinweise auf Anschlag in Deutschland 

Berlin (Reuters) - Den deutschen Sicherheitsbehörden liegen nach einem Bericht des Fernsehsenders RTL konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag in der Bundesrepublik vor.
Derzeit bereiteten sich Attentäter auf eine Einreise nach Deutschland vor oder seien bereits im Land eingetroffen, berichtete der Sender am Sonntag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete "zuverlässige Kreise". Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, zusätzlich zu der vor gut zehn Tagen bekannt gewordenen konkreten Bedrohung von US-Einrichtungen in Deutschland gebe es keine neue Lage. Die USA hatten Mitte April wegen erhöhter Terrorgefahr den Schutz ihrer Einrichtungen in Deutschland verstärkt. Es gebe in einem konkreten Fall Hinweise auf eine erhöhte Gefährdung, hatte das Innenministerium damals erklärt. "Das beschäftigt uns weiter. Es gibt aber aktuell keine neue Situation", sagte der Ministeriumssprecher am Sonntag.Innen-Staatssekretär August Hanning sagte RTL, ein denkbares Szenario sei, dass Anschläge in Deutschland logistisch vorbereitet würden und Attentäter verschleiert einreisten, um nach Anschlägen gleich wieder das Land zu verlassen.

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Erfurter Amoklauf "Mama ist im Himmel"

Die Gedanken kommen wieder, die Erinnerungen, das Grübeln. Besonders an warmen Frühlingstagen. Der Himmel ist blau, die Menschen sehen schon nach Sommer aus. An solchen Tagen, die jenem Freitag vor fünf Jahren so ähnlich sind: angenehm und hoffnungsvoll. Dann kommen die Gedanken, die zu nichts führen als Kummer: "Wenn der damals nicht genau dort vorbeigelaufen wäre..."Detlef Baer geht es so, jedes Frühjahr, besonders im April. Damals vor fünf Jahren, am Freitag, 26. April, starb seine Frau Yvonne-Sofia im Gutenberg-Gymnasium. Sie starb, weil Robert Steinhäuser, der Mörder, gerade in diesem Augenblick auf ihrer Etage und in ihrer Nähe war. Er erschoss sie. "Ich weiß, dass sie nicht leiden musste. Es ging schnell, sie hatte keine Chance", sagt Detlef Baer. Drei Jahre waren die beiden verheiratet, sie kannten sich schon ewig. Das gemeinsame Kind, Frieda, heute acht Jahre alt.Detlef Baer, 42 Jahre alt, erzählt dies alles. "Plötzlich war nur noch der Papa da", sagt er. Es ist wieder ein Tag wie damals, warm vorsommerlich. Er sitzt in einem Erfurter Café und erzählt gefasst die Geschichte seiner Katastrophe. Seine Frau tot, plötzlich alleinerziehender Vater, seine Welt war in Stücke gerissen. Seiner Tochter sagte er: "Die Mama ist im Himmel."

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Ehedrama in Schweinfurt: Drei Kinder mussten Bluttat mit ansehen

Furchtbares Familiendrama mitten in der Schweinfurter Innenstadt: Eine Mutter von fünf Kindern wurde auf offener Straße von ihrem Ehemann erschossen. Vier bis fünf Mal feuerte der 39-Jährige auf die Frau, traf sie in den Kopf. Drei der Kinder mussten diese schreckliche Bluttat mitansehen. Als die Polizei eintraf, fand sie die 32-Jährige blutüberströmt auf dem Gehweg. Das blutige Ehedrama – die Kinder mussten mit ansehen, wie ihre Mutter starb! Sie blieben glücklicherweise unverletzt, flüchteten in umliegende Geschäfte.Die Mutter war mit ihrer 1993 geborenen Tochter und den zwei 11 und 14 Jahre alten Söhnen auf dem Weg zum Flohmarkt, als ihr Ehemann auf sie schoss. Vermutlich hatte er ihr aufgelauert.Wo die beiden anderen Kinder zum Zeitpunkt der Tat waren, ist noch nicht bekannt. Auch das Motiv für die Bluttat ist noch unklar.„Wir gehen von einem Ehedrama aus“, sagte Hauptkommissar Willmut Hornung vom Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg. Das Paar lebte ersten Ermittlungen zufolge getrennt. Die fünf Kinder werden derzeit von Psychologen und Verwandten betreut.

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