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Montag, 14. Mai 2007

Eilmeldung: Deutschland gescheitert!

Wie aus Berlin zu erfahren ist, wird sich die Bundesrepublik Deutschland am Montag in 16 Einzelstaaten auflösen.
Die Bundesrepublik ist Geschichte! Angela Merkel wird am Montag früh mit den Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer vor die Presse treten und verkünden, dass in gemeinsamen Sitzungen von Bundestag, Bundesrat und allen Landesparlamenten am 14. Mai 2007 die Auflösung der Bundesrepublik Deutschland beschlossen werden soll. Man ist sich einig, dass das Projekt eines gemeinsamen Bundesstaates gescheitert ist und will zukünftig nur noch als loser Staatenbund miteinander agieren, nicht aber weiterhin unter der Dachmarke „Bundesrepublik Deutschland.“ Ob am Ende aber tatsächlich nur 16 selbständige Länder dabei heraus ist noch nicht ganz sicher. Es ist zu vernehmen, dass sich auch Nordrhein sich gerne noch von Westfalen lossagen würde, Rheinland von Pfalz, Baden von Württemberg, Schleswig von Holstein, Mecklenburg von Vorpommern. Ganz sicher ist dabei aber noch nicht, ob sich Nieder von Sachsen und ebenso Anhalt vom gleichnamigen Sachsen trennen. Der designierte sächsische Staatspräsident Milbradt macht schon Ansprüche geltend, die verbleibenden sächsischen Anteile in seinen Freistaat einzugliedern. Die Franken mokieren bereits, dass ihnen trotz Namensanhängsel kein eigenes Staatenrecht zugestanden wird und Ostfriesland meldet bereits Minderheiten-Schutz an. Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Wochen etwa 20 Staaten auf der Gebiet der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland entstehen. Bereits am Dienstag werden die Grenzen zwischen den Staaten klar definiert und gezogen, Kontrollpunkte an allen Übergängen zwischen den neuen Ländern aufgebaut, Finanzhilfen eingefroren und neue Pässe ausgegeben. Die Bundeswehr und ihre Einrichtungen werden der Armee des jeweiligen Landes zugeschlagen. Alle derzeitigen Ministerpräsidenten bekennen sich bereits eindeutig zur EU, zur Nato und zur Demokratie, allerdings werden die Forderungen aus Bayern bereits laut, wieder einen Wahlkönig auf Lebenszeit einzuführen. Man munkelt, dass Edmund Stoiber vor dem Comeback steht. Unklar ist noch, wie das Staatsbürgerschaftsrecht der Staaten gestaltet werden soll, aber wer mindestens 5 Jahre (in Bayern 20 Jahre) in einem Land lebt, kann wohl das jeweilige Staatsbürgerschaftsrecht erhalten. Doppelstaatsbürgerschaften sollen nach dem Willen der Beteiligten üblich werden. Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt wird auch weiterhin gewährt und die Unternehmen können wie gehabt ihre Geschäfte ohne nennenswerte Einschnitte fortführen. Der Euro soll nahezu in allen neuen Staaten weiterhin Zahlungsmittel sein, wobei die beiden Freistaaten Bayern und Sachsen ausscheren werden. Der „Franz-Josef-Taler" "Stoibo“ und die „Sachsomark“ werden hoch gehandelt. Die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident werden in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, der Bundestag bereits zum 30.06.2007 aufgelöst. Das Reichstagsgebäude und die angrenzenden Behörden sollen über 2 weitere Jahre abgewickelt und auf dem Immobilienmarkt veräußert werden. Die verbleibenden Beamten können beruhigt sein, Dienstposten werden reichlich eingerichtet, schließlich müssen alle Staaten eine vergleichbare Struktur aufbauen. Die Presse ist planlos und die Menschen rätseln, was die Politik zu so einem Schritt veranlasst hat, wieder in die Kleinstaaterei zurück zu fallen. Aus gut unterrichteten Kreisen wir berichtet, dass der vergangene Samstag der Auslöser für diese beispiellose Staatskrise ist. Klaus Wowereit war der Initiator und fand bei Guido Westerwelle und Ole van Beust sofort Befürworter. Als Herr Stoiber, Herr Koch, Herr Milbradt und Herr Oettinger spitz bekamen, sich schnell und unbürokratisch von der ganzen Mischpoke aus dem Norden und vom anderen Ufer trennen zu können, war das Thema schnell abgemachte Sache. Herr Wowereit schaute am Samstag wie üblich seit 25 Jahren im Kreise seiner besten Freunde den Grand Prix Chanson d’ Eurovision und ärgert sich dermaßen über die Punktevergabe aus den ehemals verbundenen Staaten im früheren Ostblock, als ihm der zündende Gedanke kann, dass man das doch ändern müsste. Nur wie? Einen west- und osteuropäischen Grand Prix? Über dieses Blockdenken waren doch alle lange hinaus. Obwohl es hätte ja den Charme, dass die Bundesrepublik Deutschland gleich an beiden Grand Prix teilnehmen könnten, dank ihrer deutsch-deutschen Geschichte. Ja, aber wenn die Politik etwas machen will, dann doch gleich ganz richtig. Schließlich wiesen ein Großteil der Bundesländer mehr Fläche, Einwohner und Bruttoinlandsprodukt auf, als viele Länder des Ostblocks. Also nicht kleckern, sondern klotzen und Deutschland tritt einfach mindestens gleich 16 mal an. Diese Idee gefiel ihm. Eine kurze Telefonkonferenz mit den besagten Herren, ein paar giftige Spitzen gen Süden und schon witterte jeder seine Chance im wiedererstarkten Kleinstaat die eigenen Interessen besser durchsetzen zu können. Es gibt ja einfach viel mehr Chancengleichheit in einem solchen Gebilde, viel mehr Karrieren für Politiker und Beamte und vor allen Dingen mindestens 16 Teilnehmer am „Grand Prix“. Zurück in die Kleinstaaterei und Deutschland hat eine Chance. Andere Nationen witterten schon die gleiche Chance, Frankreich etwa überlegt in 26 oder über 100 Staaten zu zerfallen. In Großbritannien wiederum will man das ehemalige Kolonialreich wieder einrichten und dann u. a. auch mit Kanada, Australien, Indien und den USA antreten. Nur die Italiener die machen nicht mit, weder bei der Kleinstaaterei noch bei Grad Prix. Es sind einfach nicht ausreichen Mafiosis vorhanden, die ganzen Staatengebilde zu unterwandern. Papst Benedikt ist schockiert, er hat massiv vermittelt, doch leider ohne Ergebnis und so wird er als einer der Ersten bereits am Donnerstag den bayerische Pass aus der Hand von König Edmund dem I. erhalten. 16 deutsche Länder für eine bessere Chance beim Grand Prix? War es das wirklich wert?

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