Experten empfehlen Mittagsschlaf im Büro
Spanien kennt die Siesta, nun soll das Nickerchen auch in Deutschland Einzug halten. Angesichts der frühsommerlichen Hitzewelle haben deutsche Arbeitsmediziner und Schlafforscher für eine Kultur des Mittagsschlafs im Büro geworben. "Uns fehlt der bewusste Umgang mit Ruhezeiten, angenehmen Schlafräumen und gesunder Ernährung", sagte Schlafforscher Ingo Fietze der "Berliner Zeitung". Nickerchen statt KaffeeFietze leitet die schlafmedizinische Abteilung der Berliner Charité. Er warnte vor Kaffee als Aufputschmittel für Müde am Mittag. "Leider ist es weit verbreitet, statt ein Nickerchen zu machen einen Kaffee zu trinken. Dabei kann der Mittagsschlaf Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern", erläuterte Fietze. Unterstützung erhielt der Forscher von Arbeitswissenschaftlern. "Wir stecken noch in den Denkmustern der Industrialisierung fest, nach denen die Geschwindigkeit der Mitarbeiter zählt und nicht deren Leistungsfähigkeit. Und die ist nun mal nur mit einem gesunden Rhythmus von Schlafen und Arbeiten zu erreichen", sagte Martin Braun, Forscher am Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, der "Berliner Zeitung".
Labels: Ratgeber

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